Retina Implant AG

Was Mitte der 90er Jahre noch eine Vision der medizintechnischen Forschung war, ist heute Wirklichkeit: ein Kamerachip so klein, dass man ihn im Auge unter der Netzhaut implantieren kann. Die Retina Implant AG entwickelt und produziert solche Implantate und Therapien für Patienten mit degenerativen Augenerkrankungen. Unser Antrieb: Menschen, die bisher ohne Therapiealternative blind wurden, mit innovativer Medizintechnik zu helfen, um ihnen ein „Fenster der Hoffnung“ zu öffnen.

Die Retina Implant AG hat sich im Laufe der letzten Jahre in der Zusammenarbeit mit zahlreichen Instituten, High-Tech-Firmen und Augenkliniken einzigartige Kompetenzen bei Neuroprothesen erarbeitet: von Materialfragen, Mikrofertigungstechniken und Elektronikentwicklung über klinische Studien bis hin zur Zulassung. Das subretinale Netzhautimplantat RETINA IMPLANT Alpha AMS wurde für erwachsene Menschen entwickelt, die an degenerativen Netzhauterkrankungen wie Retinitis pigmentosa (RP) erkrankt sind und über kein nutzbares Sehvermögen verfügen. Das Implantat besteht aus einem lichtsensitiven Mikrochip, der ähnlich wie eine Kamera funktioniert.
Der Chip wird operativ unter die Netzhaut platziert. Auf dem Mikrochip befinden sich 1.600 winzige Photodioden, die einfallendes Licht in elektrische Signale umwandeln. Diese werden verstärkt und über ebenso viele Elektroden an die noch funktionsfähigen Netzhautschichten weitergegeben. Über den Sehnerv gelangen sie ins Gehirn, wo sie bei den meisten Patienten zu Seheindrücken verarbeitet werden.

Das RETINA IMPLANT Alpha AMS kann RP-Betroffenen zu einem funktionellen, nutzbaren Sehvermögen verhelfen, das ihnen erlaubt z.B. Umrisse von Gebäuden zu erkennen. Voraussetzung für eine Implantation ist, dass lediglich die Photorezeptoren der Netzhaut degeneriert sind, der Rest der Netzhaut und des Sehsystems jedoch intakt sind. Die Patienten sollten in früheren Lebensjahren Seherfahrungen gesammelt haben, wie z.B. Lesen.

Für Patienten die über ausreichendes Restsehvermögen verfügen, kann die Transkorneale Elektrostimulation (TES) mit dem RI OkuStim® System eine Möglichkeit bieten, das Sehvermögen länger zu erhalten. Durch die Aktivierung neuroprotektiver Wachstumsfaktoren wird ein zellerhaltender Effekt in der Netzhaut erzeugt.
Nach der individuellen Therapieanpassung durch den Arzt in einem RI Kompetenzzentrum kann die TES Therapie selbstständig zu Hause durchgeführt werden. Dafür passt der Arzt die RI OkuSpex® Brille der Gesichtsform an und legt die individuellen Behandlungsparameter fest. Diese Werte sind auf dem RI OkuStim® Handgerät gespeichert. Empfohlen wird eine wöchentliche 30 minütige Stimulation.
Retina Implant AG ist eine nicht börsennotierte Aktiengesellschaft mit Sitz in Reutlingen. Die Geschäftsleitung besteht aus den drei Vorständen: Reinhard Rubow (Vorsitzender), Jürgen Klein und Dr. Alfred Stett.

Besuchen Sie uns auch unter www.retina-implant.de