Sachregister



Glaukos®
Wegbereiter der mikroinvasiven Glaukomchirurgie (MIGS)

Glaukos (San Clemente, Kalifornien, USA) gilt als Pionier der mikroinvasiven Glaukomchirurgie (MIGS). MIGS-Eingriffe sind durch eine ab interno Mikroinzision mit minimalem Trauma, eine effektive IODSenkung, ein hohes Sicherheitsprofil und eine schnelle postoperative Wundheilung charakterisiert. Mit dem iStent® hat Glaukos das erste von der FDA zugelassene trabekuläre Mikro-Bypass-System entwickelt. Beim iStent inject® handelt es sich um das derzeit kleinste bekannte beim Menschen eingesetzte Medizinprodukt. Weltweit wurde die iStent-Technologie inzwischen über 650 000 mal angewendet.

iStent inject® – kleinstes bekanntes Medizinprodukt zur Implantation beim Menschen

Das iStent inject - System besteht aus zwei in einem sterilen Einmalinjektor vorgeladenen Mikrostents. Die Stents bestehen aus heparinbeschichtetem medizinischem Titan und haben eine Länge von 360 μm und einen Durchmesser von 360 μm. Die Implantation erfolgt ab interno durch eine „clear – cornea“ Mikroinzision in den Schlemm`schen Kanal. Damit wird der Kammerwasserfluss direkt von der Vorderkammer in den Schlemm`schen Kanal unter Umgehung des blockierten Trabekelmaschenwerkes ermöglicht.

iStent inject® W

Mit seinem breiteren Kragenkopf verbessert der neue iStent inject® W die Visualisierung und zuverlässige Platzierung des Stents und erhöht damit die Vorhersagbarkeit und Sicherheit des Eingriffs. Der Injektor dieses Systems wurde für eine verbesserte Kontrolle neu konzipiert.

iStent inject® – für Patienten mit mildem und ­moderatem Glaukomverlauf

Die mikroinvasive Glaukomchirurgie mit dem iStent inject wurde entwickelt um bei der Behandlung von Glaukompatienten mit milden und moderaten Verlaufsformen frühzeitig einzugreifen, um die Progression der Erkrankung aufzuhalten. Die Stents können als „Stand alone“ - Eingriff oder simultan im Rahmen einer Kataraktoperation implantiert werden. Ganz allgemein eignen sich solche Patienten für die iStent- Technologie, bei denen medikamentös der Zieldruck nicht erreicht werden kann, die die Medikamente nicht vertragen oder aus den unterschiedlichsten Gründen die Medikamente nicht vorschriftsgemäß anwenden können. Diese Patienten können von einer effektiven IOD-Senkung und der damit verbundene Reduktion der Medikamentenbelastung profitieren.

Langanhaltende Wirksamkeit und Sicherheit wissenschaftlich dokumentiert

Bereits weit über 150 Peer-Review Publikationen belegen die effektive und dauerhafte IOD-Senkung und eine Reduktion der Medikamentenbelastung bei einem sehr guten Sicherheitsprofil.1, 2
Bei einer europäischen prospektiven multizentrischen Studie wurde bei 99 Patienten mit Offenwinkelglaukom und unkontrolliertem IOD unter zwei Medikamenten im Rahmen eines Stand-Alone - Eingriffs zwei iStent inject implantiert. Nach 12 Monaten erreichten 66% der Patienten ohne Medikation einen IOD < 18 mmHg. Die durchschnittliche IODSenkung im Vergleich zum Ausgangsdruck lag bei 39.7 %.1
In einer weiteren Studie wurde in 65 Augen im Rahmen einer Kataraktoperation ein iStent implantiert. 69 % (n= 26) der Patienten benötigten auch nach fünf Jahren noch keine drucksenkenden Medikamente. 2

Glaukos®
Übernahme der Cross-Linking Technologie von Avedro

Mit der Übernahme von Avedro hat Glaukos zwei sich ergänzende, Unternehmen kombiniert, die jeweils pharmazeutische Präparate und innovative Medizinprodukte entwickeln und vertreiben.
Damit hat Glaukos den Grundstein dafür gelegt, dass Ophthalmologen nicht nur für die effektive Behandlung des Glaukoms, sondern auch zur Therapie von Hornhauterkrankungen fortschrittliche Verfahren anbieten können.

Avedro Inc.

Avedro ist weltweit führend in der cornealen Cross-Linking Technologie. Das KXL® System für corneales Cross-Linking ist das erste und bisher einzige von der FDA zugelassene Verfahren zur Behandlung des progredienten Keratoconus und von cornealen Ektasien nach refraktiven Eingriffen.
Darüber hinaus hat Avedro eine Pipeline neuartiger bioaktivierter topischer ophthalmischer Arzneimittel zur Behandlung häufiger Refraktionsfehler wie der Presbyopie, geringer Myopie und Refraktionsfehler nach Katarakt.

KXL®-Cross-Linking System

Das KXL® von Avedro ist das weltweit führende Cross-Linking System. Es hat ein modernes, mobiles Design mit einem großen Touchscreen zur leichteren Bedienung. Zusammen mit vier voreingestellten Protokollen, einem fünften benutzerprogrammierbaren Protokoll und Avedro`s Riboflavinformulierungen können die Patienten sicher und vorhersehbar behandelt werden. Dabei können epi-off, epi-on, beschleunigte, gepulste oder kontinuierliche Behandlungen durchgeführt werden.
Die integrierte Hochleistungskamera erlaubt einen vollständigen Blick auf das Patientenauge. Das Speichern der Bilder ist zu jedem Zeitpunkt der Behandlung möglich und vervollständigt die Dokumentation.
Das Hochleistungs-Vernetzungsverfahren des KXL® der neuesten Generation hat die Standard-Quervernetzung revolutioniert, indem es die Behandlungszeit auf nur wenige Minuten reduziert. Die Reduzierung der Geschwindigkeit wird durch eine Erhöhung der UVA-Leistung und eine Verkürzung der Einwirkzeit ermöglicht, wodurch die gleiche Energie am Auge wie bei der Standardvernetzung beibehalten und die Vernetzungszeit um eine Größenordnung reduziert wird. Avedros VibeX und MedioCROSS sind zwei der weltweit führenden Riboflavinformulierungen für die unterschiedlichen Cross-Linking Behandlungsverfahren.

iLink™V

iLink™V Corneal Cross-Linking-Technologie umfasst das VibeX Rapid™ Riboflavin und das UV-A Licht des KXL® Systems für die Behandlung von fortschreitendem Keratokonus. VibeX Rapid™ (Riboflavin) ist im Rahmen der Behandlung zur Cornea-Stabilisierung, von fortschreitendem Keratokonus, iatrogener Ektasie und pelluzider marginaler Degeneration indiziert.

Literatur

  1. Voskanyan L, Garcia-Feijoo J, Fea A et al. (2014) Prospective unmasked evaluation of the iStent inject system for open –angle glaucoma, Synergy trial. Adv Ther. 31: 189-201
  2. Neuhann TH, Hornbeak DM, Neuhann Rt et al. (2019) Long-term effectiveness and safety of trabecular microbypass stent implantation with cataract surgery in patients with glaucoma or ocular hypertension: Five-year outcomes. J Cataract Refract Surg. 45: 312–320

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